Pieper


Pieper
Pie|per 〈m. 3
1. 〈Zool.〉 Angehöriger einer mit den Bachstelzen nahverwandten Gattung lerchenähnlicher Singvögel: Anthus
2. 〈allg.〉 kleiner Vogel, Piepmatz
[→ piep, piepen]

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Pie|per, der; -s, -:
Piepser (2).

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I
Pieper,
 
Ạnthus, fast weltweit verbreitete, zu den Stelzen zählende Gattung etwa buchfinkengroßer Singvögel; im Gegensatz zu den Stelzen im engeren Sinn oberseits meist graubraune, unterseits auf hellem Grund dunkel gefleckte oder gestreifte, kurzschwänzige Vögel, die häufig zur Brutzeit zu Balzflügen emporsteigen. Pieper sind Bodenbrüter und in der Regel Zugvögel.
 
Zu den Piepern gehören rd. 40 Arten, darunter u. a.: Baumpieper (Anthus trivialis), etwa 15 cm lang; in großen Teilen Eurasiens; oberseits lerchenartig gefärbt, unterseits rahmfarben mit Längsstreifung; Wiesenpieper (Anthus pratensis), etwa 15 cm lang; dem Baumpieper ähnlich, aber am Gesang zu unterscheiden; bewohnt offene Landschaften, setzt sich nur selten auf Bäume; Brachpieper (Anthus campestris), etwa 17 cm lang; v. a. in Ödland und Dünengebieten Europas (mit Ausnahme des Nordens) und der gemäßigten Regionen Asiens; Oberseite einfarbig sandbraun, Unterseite meist ungestreift; Wasserpieper (Anthus spinoletta), bis 17 cm lang; in Eurasien und Nordamerika, in Gebirgen (Gebirgswasserpieper, Bergpieper, Anthus spinoletta spinoletta; zur Brutzeit Unterseite weißlich mit rötlichem Anflug) oder an Meeresküsten (Strandpieper, Anthus spinoletta petrosus; zur Brutzeit unterseits olivgelblich mit dunkler Längsstreifung); Spornpieper (Anthus novaeseelandiae; mit stark verlängerter Hinterzehenkralle); in Zentralasien und Australien heimisch, in Europa Irrgast.
 
II
Pieper,
 
Josef, Philosoph, * Elte (heute zu Rheine) 4. 5. 1904, ✝ Münster 6. 11. 1997; wurde 1946 Professor in Essen, 1950 in Münster. Seine zahlreichen, zum Teil in viele Sprachen übersetzten philosophisch-ethischen Schriften sind durch die thomistische Ethik geprägt.
 
Werke: Über das Ende der Zeit. Eine geschichtsphilosophische Betrachtung (1950); Hinführung zu Thomas von Aquin (1958); Scholastik. Gestalten und Probleme der mittelalterlichen Philosophie (1960); Über den Glauben (1962); Tradition als Herausforderung. Aufsätze und Reden (1963); Das Viergespann. Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit, Maß (1964); Hoffnung und Geschichte (1967); Tod und Unsterblichkeit (1968); Über den Begriff der Sünde (1977); Lieben, hoffen, glauben (1986); Philosophie - Kontemplation - Weisheit (1991).
 
Autobiographisches: Noch wußte es niemand (1976); Noch nicht aller Tage Abend (1979); Eine Geschichte wie ein Strahl (1988).
 
Ausgabe: Werke, herausgegeben von B. Wald, auf 8 Bände berechnet (1995 ff.).
 
 
P. Breitholz u. M. van der Giet: J.-P.-Schriftenverz. 1929-1989 (1989).

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Pie|per, der; -s, -: Piepser (2).

Universal-Lexikon. 2012.

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